Samstag, 23 März 2019

Zu den neuen Attentaten von Paris: Die “Internationale” ist unsere Hymne!

Gegenüber den neuen blutigen Attentaten von Paris verschwenden wir keine Zeit damit, uns zu fragen, “wer dahinter steckt” – ob es tatsächlich das Werk des IS ist oder das von einer anderen Organisation, die sich seines Labels bedient, um terroristische Aktivitäten im Dienst von diesem oder jenem Staat durchzuführen.

Wir fragen uns lieber, ob diese Attentate nicht die ideologische Vorbereitung eines neuen weltweiten Gemetzels einen weiteren Schritt voran treiben: die stärksten imperialistischen Staaten mit ihrer Gefolgschaft der willigen schwächsten Staaten werden gezwungen sein – in einer Situation der systemischen ökonomischen Krise – sich gegenseitig zu bekämpfen, auf der Basis des eisernen Prinzips “mors tua vita mea” (dein Tod, mein Leben) im kapitalistischen Universum.

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Griechenland: Ein weiteres „großes Spektakel“ von Demokratie und Nationalismus

Die griechischen Ereignisse (oder besser: die Ereignisse auf der griechischen Seite der weltweiten kapitalistischen Krise) haben nicht enttäuscht, an diesem ersten Sonntag im Juli. Im Gegenteil, sie haben auf anschauliche Art und Weise die Fäulnis des aktuellen politischen und ideologischen Systems gezeigt. Die politischen und ökonomischen Positionen, welche im jüngsten von der Regierung Tsipras (die – gut sich daran zu erinnern – aus Elementen der „Linken“, des Zentrums und der Rechten besteht) initiierten Referendum „gegeneinander“ angetreten sind, waren in Wirklichkeit, jenseits des vielfältigen Gebrauchs der Rhetorik, substantiell identisch. Vor allem waren sie gleichermaßen antiproletarisch. Und sie haben sich durch Kastrierung vervollständigt, verrichtet – wie immer – durch die Demokratie, welche das Proletariat mit Erwartungen und Illusionen infiziert und in einen Abgrund ohne Boden hinunterstösst. In der Praxis stellte die vermeintliche Referendums-Alternative diese Frage: „Akzeptiert ihr den Angriff auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen des Proletariats in der Version der Troika oder der Version von Syriza?“. Die „Version Syriza“ hat 61 zu 39 gewonnen. Der Nationalstolz ist so mit der Volksdemokratie verschmolzen. Weiterlesen ...

Sklaverei und proletarisches Elend (Marx)

Der Arbeiter wird um so ärmer, je mehr Reichtum er produziert, je mehr seine Produktion an Macht und Umfang zunimmt. Der Arbeiter wird eine um so wohlfeilere Ware, je mehr Waren er schafft. Mit der Verwertung der Sachenwelt nimmt die Entwertung der Menschenwelt in direktem Verhältnis zu. Die Arbeit produziert nicht nur Waren; sie produziert sich selbst und den Arbeiter als eine Ware, und zwar in dem Verhältnis, in welchem sie überhaupt Waren produziert.

[…]Die Verwirklichung der Arbeit erscheint so sehr als Entwirklichung, daß der Arbeiter bis zum Hungertod entwirklicht wird. Die Vergegenständlichung erscheint so sehr als Verlust des Gegenstandes, daß der Arbeiter der notwendigsten Gegenstände, nicht nur des Lebens, sondern auch der Arbeitsgegenstände, beraubt ist. Ja, die Arbeit selbst wird zu einem Gegenstand, dessen er nur mit der größten Anstrengung und mit den unregelmäßigsten Unterbrechungen sich bemächtigen kann. Die Aneignung des Gegenstandes erscheint so sehr als Entfremdung, daß, je mehr Gegenstände der Arbeiter produziert, er um so weniger besitzen kann und um so mehr unter die Herrschaft seines Produkts, des Kapitals, gerät.

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Zugpersonal in Deutschland zieht Notbremse – Eine Einschätzung des aktuellen Arbeitskampfes

Kaum ein Arbeitskampf in Deutschland hat in den letzten zehn Jahren so viel öffentliche Aufmerksamkeit und so eine breite bürgerliche Hetze erfahren wie der Streik der Lokführer und Zugbegleiter. Das liegt einerseits an der beharrlichen Ablehnung der Deutschen Bahn (DB), den Forderungen des Zugpersonals entgegenzukommen – andererseits ist das in der Spartengewerkschaft „Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer“ (GDL) organisierte Zugpersonal wütend über die hohe Arbeitsbelastung und die im europäischen Vergleich außerordentlich geringe Bezahlung insbesondere für Lokführer1, und hat vom 19. bis 21. Mai 2015 nun schon das neunte Mal in Folge seit September 2014 den Bahnverkehr in Deutschland bestreikt. Der Bahn gelingt es während der Streiks lediglich, mit Notfallfahrplänen einen geringen Teil des normalen Bahnverkehrs aufrechtzuerhalten.

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„Achtung, Proletarier!“ Innovation reimt sich auf „Repression“!

Mit beschlagenen Stiefeln schreitet die Wirtschaftskrise voran und vernichtet dabei Millionen von Proletarierleben überall auf der Welt. Es ist eine Überproduktionskrise von Waren und Kapital, eine strukturelle Krise, der kapitalistischen Produktionsweise inhärent. Es ist keine Anomalie oder eine Pathologie die der „schlechten Führung“, „dunklen Verschwörungen“, dem „Egoismus“ von Einzelnen oder Institutionen geschuldet ist, wie man uns von mehreren Seiten aus glauben machen will: es ist die Regel, die dem Kapitalismus eigene Physiologie, dessen eigenes eisernes Gesetz darin besteht, immer mehr zu produzieren mit dem Ziel ohne Rast Profit, Renditen, Zinsen zu akkumulieren.

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International Press

 

            pc012019        

            

 

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